KuBra Luzern schreibt Betriebskonzept für weitere Nutzung

KuBra Luzern schreibt Betriebskonzept für weitere Nutzung

KUBRA Luzern

KUBRA Luzern

Foto Emanuel Wallimann. Bild ZVG KuBra Luzern

Von Null auf Hundert – so entstand das Projekt KuBra zu Beginn dieses Jahres. Mit der Eingabe des Projekts zur Zwischennutzung der Brache beim Eichwäldli setzt sich der Verein Brache Eichwäldli für eine sinnvolle und quartiernahe Nutzung des brachliegenden Areals an der Eichwaldstrasse ein.

Der Startschuss der KuBra wurde im Sommer 2018 mit einem – in jeglicher Hinsicht erfolgreichen – Public Viewing der Fussball Weltmeisterschaft 2018 lanciert. Seither lag die KuBra aber nicht brach, sondern funktionierte weitgehend ohne Veranstaltungen, während im Hintergrund an Nutzungs- und Betriebskonzepten gefeilt wurde.

Von der Fussballbegegnung zum Begegnungsort

Was ursprünglich als kleiner Quartieranlass und Sommer-Treffpunkt angedacht war, wurde bald zu einem Hotspot Luzerns. Rund 60 Helfer und Helferinnen leisteten über zwei Monate hinweg unermüdlichen Einsatz, damit jedes der 64 WM Spiele übertragen werden konnte. An den Spitzenspielen trafen sich bis zu rund 600 Personen auf der KuBra. Fussball stand jedoch nicht immer im Zentrum der Besucher. Viele Gäste nutzten das Barangebot, die Public-Grilling-Stationen, das Mini-Fussballfeld sowie weitere angebotene Möglichkeiten.

Die Bilanz nach den Sommermonaten machte sich in Form von über 90 gewonnenen Vereins- Mitgliedern und grossem Zuspruch aus der Nachbarschaft und Unterstützung bis über die Quartiersgrenze hinaus bemerkbar. Das Ziel, einen organisch wachsenden Begegnungsort «vom Quartier fürs Quartier» zur Verfügung zu stellen, scheint – über die Erwartungen des Vorstandes hinaus – geglückt.

Nachdem auf der KuBra über einen Monat lang Tag und Nacht Hochbetrieb herrschte, gab es eine kurze Verschnaufpause für alle Helfer und Helferinnen sowie das Quartier. Der Platz wurde zwischenzeitlich zur öffentlichen Nutzung freigegeben. Es fanden weiterhin Treffen von Quartieranwohnerinnen und Quartieranwohnern, kleine Geburtstagsfeste, Instandhaltungstage, sowie spontane Grillabende statt. Zeitgleich wurde in erneuten Sitzungen des Vereins Brache Eichwäldli mit der Stadt Luzern das weitere Vorgehen zwecks einer längerfristigen Nutzung der Brache besprochen.

Blick in die Zukunft

Zur Zeit wird das Betriebskonzept für die weiterführende Nutzung geschrieben. An einem Workshop Ende Oktober haben sich Vertreter verschiedener Organisationen (Quartierverein Obergrund, Quartierarbeit, Neubad, Jugendarbeit Kirche St. Paul etc.) sowie Quartierbewohner getroffen, um Ideen sowie Möglichkeiten der weiteren Nutzung der Brache zu erarbeiten. Ende November hat die Quartierarbeit der Stadt Luzern für die kleinen Bewohner des Quartiers ebenfalls einen kinderfreundlichen Workshop durchgeführt. Auch diese Inputs und Wünsche werden in das Betriebskonzept einfliessen. Ziel ist es, ab Frühjahr 2019 einen regelmässigen Betrieb der KuBra aufzunehmen, sowie Begegnungsmöglichkeiten für die Quartierbewohnerinnen und Quartierbewohner zu schaffen. Es soll eine Kultur entstehen, die viele Ideen aus dem Quartier und Eigeninitiativen der Bewohner und Bewohnerinnen ermöglicht.

18.12.2018